Vorstandsneuwahlen

 
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ASCHAFFENBURG. Erst 14 Jahre jung, aber längst eine tragende Säule des Aschaffenburger Musiklebens: Dies ist der Philharmonische Verein, der 2004 von Alfred Kalb und seinem Freundeskreis gegründet wurde, um die Existenz des Orchesters »Collegium Musicum« langfristig zu sichern. In der Jahresversammlung am vergangenen Donnerstag im Aschaffenburger Bachsaal kam es zu einem Stabwechsel.

Zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Klaus Schymke wählte man seinen Stellvertreter Carsten Schumacher. Der 62 jährige ist von Beruf Kaufmann und verfügt über eine mehr als zehnjährige administrative Erfahrung als Vorstandsmitglied, kennt aber auch das »Geschäft« aus der Perspektive des ausübenden Musikers: Viele Jahre gehörte der ambitionierte Geiger der Aschaffenburger Orchestervereinigung an.

Neue Formate
Erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden war die Laudatio auf seinen Vorgänger. Prägend für die Amtszeit von Klaus Schymke seien umfangreiche Initiativen und eine fruchtbare Weiterentwicklung des Vereins. Neue Veranstaltungsformate wie »Komponisten kennenlernen«, »Cinemusic« und die »Streicherworkshops« seien auf große Resonanz gestoßen.

Erfolgreicher Mitglieder- und Sponsorenwerbung sei es zu verdanken, dass trotz beträchtlicher Aufwendungen für Großveranstaltungen mit namhaften Solisten jedes Haushaltsjahr mit einem Plus in der Vereinskasse abschloss. Zum Dank für seine Verdienste darf sich Klaus Schymke jetzt mit dem Titel eines Ehrenvorsitzenden schmücken. In seinem Sinn will der Verein weiterarbeiten, aber auch behutsam neue Formate entwickeln, um junge Menschen anzusprechen. Erster Baustein ist eine im Herbst geplante Veranstaltung mit »moderner Klassik« unter dem Motto »Rhythm in Concert« in Verbindung mit Schülerworkshops.

Neuer Beirat
Veränderungen gab es auch auf zwei weiteren Vorstandsposten. Während man Schatzmeister Elmar Staab in seinem Amt bestätigte, wurden neu gewählt Cornelia Tauber-Bachmann als zweite Vorsitzende und Wolfgang Kapraun als Sekretär und Pressesprecher. Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Walter Fries und Hans Blank.

Neu ist der Beirat, der den Vorstand in künstlerischen Fragen unterstützen soll. In ihn wurden berufen Sophia Miltenberger und Walther Schmidt. Beide sind langjährige Mitglieder des »Collegium Musicum«. Drittes Beiratsmitglied ist der als Dozent an der Wiesbadener Musikakademie wirkende Aschaffenburger Pianist Johannes Möller.

Mit einem furiosen Beethovenschen Sonatensatz und zwei prächtigen Tongemälden von Debussy umrahmte er die Versammlung.

Aber nicht nur das: Gleichzeitig spornte er die begeisterten Anwesenden an, sich weiterhin dafür zu engagieren, dass solch herrliche Musik so oft wie nur möglich am Untermain erklingt.



Carsten Schumacher